An dieser Stelle möchten wir Ihnen eine Auswahl interessanter Neuigkeiten aus der "tierischen" Welt, und Tipps aus unserer Praxis zur Verfügung stellen.

Impfung von Kaninchen
Unsere jährlichen kaninchen-Wochen finden in der letzten März- und der ersten Aprilwoche statt.
Einheimische Wildkaninchen erkranken an verschiedenen Infektionskrankheiten, die auch für unsere Hauskaninchen gefährlich werden können. Die
Erreger können leicht mit den Schuhen in die Wohnung einge schleppt oder durch Mückenstiche übertragen werden.
Schutz vor Myxomatose und Chinaseuche (RHD) bietet die Impfung, die jährlich im Frühjahr aufgefrischt werden sollte.
Die Myxomatose wird durch ein Virus ausgelöst. Die hochansteckende Krankheit führt immer wieder zu seuchenhaftem Kaninchensterben. Im Sommer sind die erkrankten Wildkaninchen häufig auf den Wiesen zu sehen. Typisch sind zuge- schwollene Augenlider und das Anschwellen des gesamten Kopfes, so dass dieser wie ein Löwenkopf aussieht.
Übertragen wird das Virus durch Stechmücken und Flöhe. Diese nehmen den Erreger mit der Blutmahlzeit auf infizierten Tieren auf und übertragen ihn beim Stechen auf das nächste Kaninchen. Da Mücken auch in unseren Wohnungen anzutreffen sind, ist es durchaus möglich, dass auch ein nur in Haus gehaltenes Kaninchen angesteckt werden kann. Außerdem ist die direkte Übertragung durch Beschnuppern oder durch mit dem Erreger behaftete Gegenstände oder Futter möglich.
Die Erkrankung äußert sich erstmals 5-10 Tage nach der Infektion. Zunächst scheinen die betroffenen Tiere nur lichtempfindlich zu sein. Sie zeigen eine eitrige Lidbindehautentzündung. Im weiteren Krankheits- verlauf bildet sich der Löwenkopf durch eine Anschwellung der Nase, der Augen- und Ohrumgebung und der Lippen aus. Diese Schwellungen treten auch an After und Scheide bzw. Hoden auf. Später kommt es in Zusammenhang mit einem sich entwickelnden eitrigen Schnupfen zu Atemnot. Weil sie nicht mehr fressen mögen, sterben die Tiere schließlich an Entkräftung. Bei einem weniger dramatischen Krankheitsverlauf, den ein Teil der betroffenen Kaninchen überlebt, können sich anstelle der Schwellungen kleine Knötchen in der Haut bilden.
Eine Impfung kann ab der 6. Lebenswoche bei unseren Hauskaninchen durchgeführt werden.
Der Impfschutz ist ab der 3. Woche nach der Impfung belastbar und hält 6 Monate an.
Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Impfung direkt vor Beginn der Mückensaison, also Ende März bis Ende April, so dass die Tiere während der gesamten Mückenzeit geschützt sind, ohne
nachgeimpft werden zu müssen.
Die Chinaseuche oder RHD (Rabbit hemorrhagic disease) wird ebenfalls durch ein Virus verursacht. Leider versterben infizierte Tiere, ehe sie Krankheitssymptome entwickeln können. Ab und an fallen dem Besitzer kurz vor dem Tod seines Kaninchens Atembeschwerden oder vielleicht blutiger Durchfall oder Harn auf. Das Virus verursacht Blutungen in alle Körperhöhlen und in alle Organe, so dass die Tiere sehr rasch versterben.
Die Chinaseuche ist hochansteckend und wird direkt von Kaninchen zu Kaninchen und über Gegenstände und Futter sowie Einstreu, vielleicht auch an den Füßen von Insekten oder einfach über die Luft übertragen. Der Erreger kann über die Atemwege und den Verdauungstrakt in den Körper gelangen. 2-4 Tage nach der Infektion erkranken bzw. versterben die Kaninchen. Trotz intensivster Behandlungsversuche kann ein infiziertes Kaninchen nicht gerettet werden.
Die Impfung kann ebenfalls ab der 6. Lebenswoche erfolgen und hält ein Jahr vor.
PRESSEINFORMATION
Bundestierärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V.
Französische Str. 53, 10117 Berlin
Tel. (030) 201 43 38 -0/-70, Fax 201 43 38 - 88
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Dr. Sabine Merz
Tipps für Tierhalter
Kaninchen gesund erhalten
(BTK Berlin) Die Haltung von Kaninchen als Heimtiere ist keine einfache Aufgabe und erfordert
Sachkenntnis, um die Tiere gesund zu erhalten, sagt die Bundestierärztekammer in Berlin. Es
sind anspruchsvolle Tiere, die nicht von Kindern ohne Hilfe von Erwachsenen betreut werden
sollten. Bei Kaninchen sind Haltungs- und Fütterungsfehler oder Zahnfehlstellungen die
häufigsten Ursachen für Gesundheitsprobleme.
„Kaninchen sind gesellige Tiere, die gerne mit einem oder mehreren Artgenossen
zusammenleben“ erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer und
langjähriger Kaninchenhalter. „Die Tiere können bei guter Haltung zehn bis zwölf Jahre alt
werden. Sie brauchen viel Platz und sollten einen großen Käfig haben, der ihnen Platz zum
Hoppeln lässt. Zusätzlich sollten sie möglichst im Freien Auslauf in einem Gehege, oder freien
Auslauf unter ständiger Aufsicht haben, sodass sie auch mal einen Haken schlagen können“
rät Mantel. In der Wohnung dürfen Kaninchen nicht ohne Aufsicht frei laufen, denn sie können
sich verletzen oder unbekömmliche Dinge, auch Stromkabel, annagen oder fressen. Als
Einstreu eignet sich Stroh oder Heu. Katzenstreu ist ungeeignet, da es häufig Allergien
verursacht. Vorsicht ist daher auch bei Hobelspänen und anderen Materialien geboten. Die
Unterbringung muss kaninchengerecht sein und beispielsweise erhöhte Liegeplätze,
Nageäste, Versteckmöglichkeiten und eine Höhle zu Schlafen beinhalten. Im Außengehege
brauchen sie auch Schattenplätze.
Kaninchen sind Pflanzenfresser und spezialisiert auf Gräser. Für die Fütterung sollte Heu in
guter Qualität den überwiegenden Futteranteil ausmachen. Geringe bis mäßige Anteile
Fertigfutter, Wurzelfrüchte (beispielsweise Karotten) oder Grünfutter (beispielsweise
ungespritzter Löwenzahn oder Gras) können den Speiseplan ergänzen. Ein Wechsel des
Futterangebotes muss langsam geschehen, denn das Kaninchen hat einen sehr komplexen
Verdauungsapparat, und der muss sich auf neues Futter erst einstellen. Die Tiere sollten nicht
zu dick werden, eine besondere Gefahr bei reichlichem Kraftfutterangebot. Verfettung
bedeutet ein erhöhtes Risiko zu Haut- und Kreislauferkrankungen, führt zu einer gestörten
Verdauung oder einer Harnwegsinfektion. Wasser ist täglich frisch anzubieten.
Bei Kaninchen wachsen die Zähne ein Leben lang, in der Woche bis zu 1,8 mm. Durch
Knabbern und Nagen schleifen die Tiere ihre Zähne und halten sie gesund. Damit dies gelingt,
brauchen Kaninchen täglich gutes Heu. Zweige und Äste von ungespritzten Bäumen (Apfel-,
Birnbaum, Weide, Buche, Haselnuss) eignen sich zum Nagen und sollten regelmäßig
angeboten werden. Frisst das Kaninchen nicht mehr so gut wie sonst, ist unbedingt
baldmöglichst eine Tierarztpraxis aufzusuchen. Denn, da die Zähne ständig wachsen, können
sich bei ungeeignetem Futter oder schlechter Futteraufnahme schnell Zahnspitzen an den
Backenzähnen bilden, die der Grund für die verminderte Nahrungsaufnahme sein können.
Durch fachkundige Haltung sind viele Erkrankungen bei Kaninchen vermeidbar. Eine
umfassende tierärztliche Beratung kann viele Krankheiten vermeiden helfen.
PRESSEINFORMATION
Bundestierärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V.
Oxfordstr. 10, 53111 Bonn
Tel. (02 28) 7 25 46-0/-70, Fax 7 25 46 66
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Sabine Merz
Nummer 02/2010
18.03.2010
TIPPS FÜR TIERHALTER:
Der Frühling kommt – Zecken-Infos beim Tierarzt
(BTK, Bonn) Die Temperaturen steigen und für Haustiere beginnt die
Zeckensaison. Ihr Tier ist schon beim ersten Biss und Saugakt der Zecke
infektionsgefährdet, denn Zecken können Überträger von Krankheiten wie
Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Babesiose des
Hundes sein. Vorbeugende Abwehr und schnelles Entfernen sind die beste
Vorsorge vor einer Krankheitsübertragung durch Zecken, rät die
Bundestierärztekammer (BTK).
Es gibt verschiedene Abwehrmittel gegen Zecken auf dem Markt, zwischen
denen Sie sich entscheiden müssen. Dabei kann ihr Tierarzt oder ihre
Tierärztin sie beraten und Ihnen wichtige Informationen zu diesem Thema
geben. Außerdem sollten sie beachten, dass es Zecken-Abwehrmittel gibt, die
nur für Hunde zugelassen sind und bei Katzen nicht eingesetzt werden dürfen,
denn sie sind für Katzen lebensgefährlich.
Welches Abwehrmittel und welche Methode gegen Zeckenbefall bei Ihrem
Tier sinnvoll ist und wie oft Sie es verabreichen müssen, hängt von
verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise, wie viel Auslauf Ihr Tier täglich
hat, wohin die Spaziergänge führen und in welchem Risikogebiet Sie leben.
Ihr Tierarzt oder Ihre Tierärztin kann mit Ihnen einen Behandlungsplan
festlegen, der die individuellen Lebensumstände Ihres Tieres und die
Zeckensaison berücksichtigt. Der Holzbock ist von März bis Juni und von
September bis Dezember aktiv, die Auwaldzecke von Februar bis Dezember.
Die Braune Hundezecke kommt bei uns selten vor und lebt dann eher in
Wohnräumen oder Zwingern, wo sie ganzjährig eine Bedrohung darstellen
kann.
Holen Sie sich kompetenten Rat bei Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt,
empfiehlt die Bundestierärztekammer (BTK). Klären Sie dabei auch die Frage,
ob für Ihren Hund eine Impfung sinnvoll ist.
Tipp für Tierhalter
Eine Zecke zügig und richtig entfernen
(BTK Berlin) Tierhalter sollten nach jedem Spaziergang oder Aufenthalt im Grünen ihren Hund
oder ihre Katze auf Zecken untersuchen und diese baldmöglichst entfernen, um gefährlichen
Krankheiten wie Borreliose oder Anaplasmose vorzubeugen, rät die Bundestierärztekammer.
„Fassen Sie die Zecke mit Hilfe einer Pinzette oder Zeckenzange zwischen Haut und
Zeckenkopf fest und ziehen Sie sie vorsichtig, aber zielstrebig, möglichst gerade heraus“,
erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. „Von der Zecke sollte
kein Teil in der Haut verbleiben – z.B. der Kopf, da sich sonst an dieser Stelle eine
Entzündung bilden kann. Wichtig ist die Zecke so dicht auf der Haut wie möglich zu fassen und
dann herauszuziehen, ohne sie zu quetschen. Wenn Sie die Zecke nicht selbst entfernen
möchten oder eine Zeckenbissstelle auffällig erscheint, z.B. eine Rötung oder Schwellung
erkennbar ist, stellen Sie das Tier in Ihrer Tierarztpraxis vor“ empfiehlt Mantel.
Beim Entfernen einer Zecke darf kein Nagellack, Öl oder Ähnliches auf die Zecke geträufelt
werden. Das begünstigt die Übertragung von Krankheitserregern, denn die Zecke entleert in
Panik ihren Mageninhalt in die Wunde. Dadurch gelangen die Erreger in die Blutbahn. Lassen
Sie sich das Entfernen einer Zecke von Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt zeigen.
PRESSEINFORMATION
Bundestierärztekammer
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Tierärztekammern e.V.
Französische Str. 53, 10117 Berlin
Tel. (030) 201 43 38 -0/-70, Fax 201 43 38 - 88
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Dr. Sabine Merz
E-Mail: merz@btkberlin.de
Nummer 5/2011 vom 4. März 2011
Verwilderte Katzenpopulationen eindämmen
Katzenkastration –Verordnungsermächtigung gefordert
(BTK Berlin) Die Bundestierärztekammer fordert die unkontrollierte Vermehrung von Katzen
nachhaltig einzudämmen. Kommunen und Tierschutzvereine müssen entlastet werden. Laut
Tierschutzkreisen gibt es derzeit schon zwei Millionen herrenlosen Straßenkatzen. Im Rahmen
der anstehenden Novellierung des Tierschutzgesetzes sollte eine Verordnungsermächtigung
zur Regulierung von Katzenpopulationen eingeführt werden.
„Wir müssen das Katzenelend nachhaltig verringern und auch die Menschen vor
ansteckenden Krankheiten wie Toxoplasmose oder Infektionen mit Würmern schützen“,
appelliert Dr. Karl Fikuart, Vorsitzender des Tierschutzausschusses der
Bundestierärztekammer, an die Politiker. „Verwilderte Katzenpopulationen stellen in vielen
Städten und Gemeinden ein zunehmendes Tierschutzproblem dar, das effektiv und tiergerecht
nur über die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung freilaufender Katzen zu lösen ist“,
betont Fikuart.
Die Bundestierärztekammer hofft, dass im Zuge der Umsetzung der EU-Tierversuchs-
Richtlinie in 2011 auch eine umfassende Revision des Tierschutzgesetzes angestrebt wird.
Die Bundestierärztekammer hat jetzt Vorschläge zu Gesetzesänderungen beim
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)
eingereicht. Einige Gemeinden haben bereits Vorschriften erlassen. Bisher ist dieses
Tierschutzproblem jedoch nur über den „Umweg“ einer ordnungsrechtlichen Verordnung zu
lösen, sofern nachweislich die öffentliche Sicherheit und Ordnung gestört sind. Durch die
Einfügung einer Verordnungsermächtigung in das Tierschutzgesetz werden entsprechende
Regelungen aus Tierschutzgründen möglichen.
"Ein Tag im Leben der Tierschutzinitiative Haßfurt": TV-Touring auf Stipvisite in unserer Praxis
Fotoshooting
Am 12.03.2011
war wieder unsere Tierfotografin
Katrin Kortenhorn ( www.katrin-kortenhorn.de )
bei uns
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash-Version 9.0.28!
Bitte installieren Sie den aktuellen FlashPlayer.
Die Bildergalerie benötigt mindestens Flash-Version 9.0.28!
Bitte installieren Sie den aktuellen FlashPlayer.
...ach übrigens: sollten Sie Lust auf ein Fotoshooting mit Ihrem Vierbeiner bekommen haben, melden Sie sich bei uns.
Frau Katrin Kortenhorn kommt bei ausreichender Anmeldung gern wieder zu uns.
Kleintierpraxis Natascha Hahn
Verhaltenstherapie Ute Horbach
